JASS gegen HASS

JASS engagiert sich für Toleranz gegenüber Minderheiten und geht gegen Vorurteile, Stereotype, Diskriminierung und Rassismus vor. Dabei kommt der Lebenswelt Internet eine immer grössere Bedeutung zu, denn Hetze gegen Minderheiten ist im Internet alltäglich: Tageszeitungen schliessen ihre Kommentarspalten oder selektionieren die Kommentare und auf den Social Mediaplattformen wiegeln sich Rassisten und rechte Populisten gegenseitig auf. „Hate speech“, Rassismus und Diskriminierung scheint heute im Netz geduldet, Verfasser/innen von solchen Texten und Bilder schämen sich nicht solche Inhalte mit Klarnamen zu veröffentlichen. Nicht selten erhalten sie sogar viel Beifall für ihre hässliche Hetze im Internet. Sie stützen sich dabei auf das Menschenrecht der freien Meinungsäusserung. Damit hat sich die Grenze des öffentlich Tolerierbaren verschoben. Hass im Netz ist gut organisiert, so berichten Internetaktivist/innen, welche sich für Toleranz und ein „Miteinander“ aller in der Gesellschaft einsetzen, dass ihre Social Media Seiten und Profile gezielt von der rechten Seite angegriffen und zum Absturz gebracht werden. Wenn man sich etwas mit der Hetze im Netz auseinandersetzt, scheinen xenophobe Menschen in der Überzahl zu sein.

Mit einem Vorprojekt analysiert JASS die Ausgangssituation von Hass und Hetze im Internet. Das Vorprojekt zu JASS gegen HASS soll Erkenntnisse über die Ausgangssituation und über die Möglichkeiten der Bearbeitung von Hass und Hetze im Netz geben. Die Analyse wird einerseits mittels Literaturrecherche und andererseits mit Gruppendiskussionen in Form von „runden Tischen“ durchgeführt. Zu den Diskussionen werden verschiedene Akteure aus den Medien, aus der Verwaltung, aus Menschenrechtsorganisationen, Anbieter von Softwareapplikationen, Menschen mit Erfahrung mit digitaler Hetze und Intensivnutzer von Social Media geladen. Dabei steht einerseits die Problemdefinition, die Herausforderungen im Umgang mit Hass im Internet und mögliche Lösungsansätze im Vordergrund.

Die Ergebnisse zur Situationsanalyse werden kurz vor den Sommerferien auf dieser Seite publiziert.